Ostgut Ton (Label)

header

Phase Fatale o-ton 113

Reverse Fall english version

out soon – release date: 13. Juli 2018

Im Lauf der letzten vier Jahre hat sich Hayden Payne alias Phase Fatale einen Ruf als Erneuerer von Techno erarbeitet – sowohl hinsichtlich des breiten Spektrums dystopischer Electronics in seinen DJ-Sets, als auch wegen seines tiefen Wissens von Synthese und Sounddesign in seinen Produktionen. Nach Releases auf Labels wie Jealous God debütierte Payne 2017 mit der EP Anubis auf Unterton. Seitdem übernahm der New Yorker Club Residencies in seiner Wahlheimat Berlin (Berghain) und seinem – quasi – Zweitwohnsitz Tiflis (Khidi), veröffentlichte sein Debütalbum Redeemer auf Hospital Productions und startete außerdem sein eigenes Label BITE mit einer kollaborativen EP seiner selbst mit Silent Servant.

Seine erste O-TON, Reverse Fall, atmet einen frischen, reinen Geist von Techno – weder nostalgisch noch futuristisch, eher anarchisch und beiläufig visionär. Phase Fatale erweitert mit dieser 12" die klangliche Variation und musikalische Narrative seines bisherigen Schaffens als Producer ebenso wie er die Bandbreite seiner DJ und Live-Sets spiegelt. Gleichzeitig verschiebt er die Genreparameter von Techno vorwärts: ihm geht es musikalisch weniger um ‚härter‘, sondern um dichtere Atmosphären und basslastige Grooves einerseits, um einen bissigen, markanten und scharfkantigen Sound andererseits.

Auf Reverse Fall gibt es von Film(musik) – namentlich Carpenter und Argento – informierte Stellen: markant-melodiöse, bedrohliche Synth-Arpeggios, Staccato-Hi-Hats, düstere Sechzehntelsequenzen, knackige Snares und schnalzende Peitschenschläge, noisige Drones und dröhnende Pads. Zwei Stücke wie gemacht für halsbrecherische Hochgeschwindigkeitsfahrten auf der nächtlichen Überholspur („Reverse Fall“, „Blackbox“), zwei abgebremste Stücke für die Horrorszenarien danach („Incision“, „Empty Whip“). Musik, Karosserie, Körper und Kopf vermählend – hier inspiriert von J.G. Ballards Verkehrstodfetisch Crash, dort ästhetisch im Geiste Dirk Skrebers um Stahlpfeiler gewickelt. Eine Abfahrt über das gesamte Frequenzspektrum, mit Frontalcrash in einer schroffen Klangwand.

Tracks VINYL

A1. Reverse Fall

A2. Incision

B1. Blackbox

B2. Empty Whip

Artwork by Richard Söderberg

Mastering by Alain Paul

release date: 13 July 2018